Presseinformation.

28.10.2015

LBBW sieht Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf Wachstumskurs – Gegenwind erwartet

Die Volkswirte der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sehen die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen weiterhin auf dem richtigen Kurs. LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert verweist zur Begründung auf die stabile Konjunktur in Deutschland und dem gesamten Euroraum: „Die Wirtschaft läuft solide und ist auch strukturell gut aufgestellt. Gleichwohl sind die ersten Wolken am Horizont unübersehbar.“ Externe Einflüsse wie die Konjunkturabschwächung in China und den Schwellenländern stellen Risiken für den weiteren Ausblick dar. Besonders Nordrhein-Westfalen leide zudem unter der Energiewende. „Wir erwarten für Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im laufenden Jahr 1,3 Prozent und 1,2 Prozent Wachstum. Für das kommende Jahr rechnen wir mit 1,4 Prozent, beziehungsweise 1,3 Prozent“, fasst Burkert seine Erwartungen zusammen.

In den neuen Publikationen „Konjunkturmonitor Rheinland-Pfalz“ und „Konjunkturmonitor Nordrhein-Westfalen“ hat das LBBW-Research die aktuelle Lage in den beiden Bundesländern umfassend analysiert. Beide Länder profitierten jeweils von der stabilen Konjunktur in Deutschland und dem übrigen Euroraum. Dort erfreut sich die Wirtschaft, angeführt vom einstigen Sorgenkind Spanien, überwiegend stabiler Zuwachsraten. Griechenland sei ein deutlicher Ausreißer, habe jedoch nicht das Gewicht, das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone zu belasten. Auch die Verwerfungen in China seien vorerst noch kein Grund zur Sorge, da andere Länder für die exportorientierte Industrie in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wichtiger seien. Mittelfristig könnten die Verwerfungen in der chinesischen Wirtschaft und damit einhergehend in den Schwellenländern das Wirtschaftsleben aber sehr wohl beeinflussen. Sei es, weil sich deshalb das Wachstum der Eurozone verlangsame oder weil eine weiter sinkende chinesische Nachfrage zu nachgebenden Rohstoffpreisen führe. Positiv heben die Analysten die Bedeutung des gesamtdeutschen Wirtschaftswachstums für die beiden Bundesländer hervor.

Nordrhein-Westfalen mit Strukturproblemen

Vor diesem Hintergrund rechnet Uwe Burkert für Rheinland-Pfalz mit stabilem Wachstum auf breiter Front. Frühindikatoren belegten einen intakten Aufschwung der Industrie. Etwas differenzierter falle der Blick auf den nördlichen Nachbarn Nordrhein-Westfalen aus. Die Wirtschaft des bevölkerungsreichsten Bundeslandes hänge etwas stärker von Ausfuhren nach China ab. Bislang habe hier die Wirtschaft aber wenig Probleme mit der Wachstumsabkühlung in China gehabt, da die europäischen Nachbarländer und die USA noch immer die Hauptausfuhrländer der Wirtschaft an Rhein und Ruhr seien. Die im Vergleich zu Rheinland-Pfalz etwas verhaltener ausfallende Wachstumsprognose begründen die Analysten der LBBW mit NRW-spezifischen Strukturproblemen. Dazu gehören die Energiewende sowie die große Bedeutung der Grundstoffindustrie. „Zudem profitiert NRW eher von steigender Konsumnachfrage, weniger von steigender Investitionsnachfrage oder Exportzuwächsen“, urteilt der Chefanalyst der LBBW.

Anpassungsdruck bleibt hoch

Peter Hähner, Vorstand der LBBW Rheinland-Pfalz Bank, sieht die Entwicklung in den beiden Bundesländern grundsätzlich positiv: „Die Wirtschaft verfügt hier über eine solide Basis, muss sich aber den ändernden Bedingungen anpassen. Wenn sich die Unternehmer weiterhin veränderungsbereit, flexibel und entschlossen den Herausforderungen entgegenstellen, werden sie auch in Zukunft wettbewerbsfähig und erfolgreich sein. Als Hausbank zahlreicher Unternehmen in der Region sind wir bereit, sie dabei zu begleiten und zu unterstützen."

Die Stärke der LBBW Rheinland-Pfalz Bank ist die Verbindung der Kundennähe einer Regionalbank mit dem umfassenden Produkt- und Leistungsspektrum der LBBW-Gruppe. „Wir verstehen unsere Kunden, wenn sie an den großen Trends wie der Digitalisierung teilnehmen wollen“, fügte Hähner hinzu. Die flächendeckende Grundversorgung mit schnellem Internet schafft auch für Unternehmen im ländlichen Raum die Möglichkeit, an der sogenannten Industrie 4.0 teilzunehmen. Aber nicht nur die Kommunikation von Fertigungsmaschinen untereinander wird das Wirtschaftsleben stark verändern. Für ebenso bedeutsam hält Hähner anstehende Veränderungen auf der Produktseite. So hätten autonom steuernde Pkw aus Hochleistungskeramik und mit Nanolackierung noch vor wenigen Jahren als wilde Träumerei gegolten, erläuterte Hähner.

Die Publikationen des LBBW-Research können im Internet abgerufen werden unter:

Konjunkturmonitor Rheinland-Pfalz

Konjunkturmonitor Nordrhein-Westfalen

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